Gute zwei Monate Vorbereitung liegen hinter unserer Kampfmannschaft, bevor es am kommenden Samstag wieder ums Eingemachte geht. Auswärts wartet mit dem FC Schlins ein direkter Konkurrent um den Aufstieg in die alte/neue höchste Spielklasse Vorarlbergs, die aufgrund der Einführung der Arlbergliga wieder entstehen wird.
Wie vor jeder Halbserie stellen wir uns gemeinsam die Frage, worauf wir uns in den nächsten Monaten freuen dürfen und ob die hochgesteckten Ziele – der Aufstieg und der Titel im Wälder-Cup – erreicht werden können. Fangen wir an.
Kurzer Einschub übers 1b
Nach der Hinrunde steht unser 1b auf dem ersten Tabellenplatz der 4. Landesklasse. Das klare Ziel für die Rückrunde: Meisterschaft. Gerhard Steurer, der als Trainer kürzertritt, wird von Yanick Kleber und Simon Feuerstein ersetzt.
Die Vorbereitung verlief ähnlich wie eine Achterbahn – viele gute Momente und Akzente, doch auch der ein oder andere Rückschlag. Im letzten Spiel setzte es zwar eine 0:1-Niederlage, Gegner war jedoch die zwei Ligen höher spielende Mannschaft FC Rotenberg 1b. Das Gerüst steht, die Mannschaft hat sich nach anfänglichen Startschwierigkeiten in der Vorbereitung stabilisiert und das Trainerduo ist eingespielt. Den Jungs gibt es nur eines zu wünschen: Go for it!
Personal
Zurück zur ersten Kampfmannschaft – nach zehneinhalb Jahren ist Simon Walch der einzige, aber auch extrem schmerzhafte Abgang im Team. Die Vereinsikone schloss sich im Winter dem SV Gaißau an.
Neu dabei sind mit Rene Kleber und Noah Lechner zwei 1b-Kicker, die sich im vergangenen Herbst fürs 1 empfohlen hatten. Auch Philipp Hörmann, der eigentlich seine Karriere beendet hatte und aufgrund des Kreuzbandrisses von Bruno Lovisaro nochmals im Einsatz war, spielt jetzt offiziell bis Sommer bzw. bis zur vollständigen Genesung des eben Genannten weiter. Den Saisonstart wird der Grazer wahrscheinlich verletzungsbedingt verpassen.
Um auf Bruno zu sprechen zu kommen: Im Trainingslager in Tenero stand er zum ersten Mal wieder auf dem Rasen und konnte bereits erste einfache Übungen mit Ball absolvieren. Ein großer Fortschritt, jedoch sollte man weiterhin Geduld haben und ihm die Zeit geben, die er benötigt. Wer jedoch zurück auf dem Platz steht, ist Maximilian Meusburger. Nach Schulterverletzung im Herbst ist unser El Capitano wieder zur Stelle.
Ausgangssituation
Aktuell verweilt unser „oas“ auf Tabellenposition drei. Auf den Tabellenzweiten aus Alberschwende sind es ein, auf den Tabellenführer aus Riefensberg elf Punkte. Dank der Ligaumstrukturierung im Vorarlberger Amateurfußball in der kommenden Saison kann man mit drei bis vier Aufsteigern rechnen, was in der aktuellen Konstellation nur eines bedeuten kann: Am Ende der Saison will man auf einem Aufstiegsplatz stehen.
Der Abstand auf den Zweitplatzierten aus Alberschwende ist zwar gering, doch auch nach unten darf man sich nicht zu sicher sein. Fußach und Schlins sind zwei respektive drei Punkte hinter unserer Mannschaft. Mit dem direkten Duell in Schlins kommende Woche findet somit bereits in der ersten Runde ein absolutes Topspiel im Aufstiegsrennen statt. Mit einem Sieg könnte man sich Luft nach unten verschaffen und weiter die Nachbarn aus Alberschwende und Riefensberg jagen. Mit einer Niederlage könnten die Schlinser gleichziehen, die Jungs vom Bodensee aus Fußach vorbeiziehen und die beiden Nachbarn aus dem Bregenzerwald davonziehen.
Im Wälder-Cup hat man es wieder ins Endspiel geschafft. Dort wartet mit dem FC Egg ein absolutes Spitzenteam und mit ihnen das große Mittelwaldderby. Die letzte Ausgabe in einem Pflichtspiel ging an Blau-Weiß, im Testspiel vor einigen Wochen ging der FC Egg als Sieger vom Platz. Das letzte Mal, als in Egg gespielt wurde – wo auch das Finale voraussichtlich stattfinden wird – konnte man das Spiel für sich entscheiden. Mal sehen, was dieses Mal herausspringt.
Der VFV-Cup findet ohne Andelsbucher Beteiligung im Frühling statt, hier schied man im Elfmeterschießen in Hatlerdorf aus dem Bewerb aus.
Vorbereitung
Insgesamt testete die von der Thannen-Elf in sechs Testspielen. Der Auftakt wurde mit 2:0 gegen Bezau gewonnen, weitere Siege gab es gegen Bizau (4:2), den SV Gaißau (4:1) und Höchst (3:1). Gerade der Sieg gegen den FC Bizau, der in der höheren Eliteliga spielt, war stark und beeindruckend. Die weiteren Spiele gegen die unterklassigen Gegner waren oft dominant und so gewann man alle dieser Spiele.
Niederlagen musste man jedoch gegen den FC Egg (0:2) und Blau-Weiß Feldkirch (2:5) einstecken. Gegen Egg agierte man auf Augenhöhe, während Feldkirch – so ehrlich muss man sein – das Spiel klar dominierte und auch verdient gewonnen hat.
Bester Torschütze der Vorbereitung war Petros Fink, der viermal einnetzte. Hinter ihm folgen Marcelo Theisen, Mert Gür und Barnabas Feuerstein mit jeweils zwei Treffern. Einmal trafen David Kohler, Evandro Tancini, Yannick Alber und Simon Erath.
Fazit
Man hat sich in der Vorbereitung ordentlich verkauft und einen Grundstein für die kommenden Monate gelegt. Das Ziel Aufstieg ist kein leichtes, doch in der aktuellen Ausgangssituation, der aktuellen Kaderqualität und dem Willen, das Ziel zu erreichen, darf man optimistisch in die Rückrunde blicken.
Mit vier Treffern in der Vorbereitung kann ein Petros Fink möglicherweise zum entscheidenden Offensivakteur werden, doch den Saisonstart verpasst der Flügelflitzer leider aufgrund einer Sperre. Des Weiteren scheint auch jungen Spielern wie Barnabas Feuerstein und Mert Gür der nächste Schritt gelungen zu sein. Ebenso auf dem Scorerboard sind Marcelo Theisen (2) und Yannick Alber, die maßgeblich zu den Säulen der Offensive zählen und somit mit Leistung vorangehen müssen, soll der Aufstieg gelingen. Auch ein Maximilian Meusburger, der nach Verletzung zurückkehrt, kann zur absoluten Schlüsselpersonalie werden, gerade im verletzungsgebeutelten Mittelfeld.
Somit sind alle Bausteine gelegt – die Sorgenkinder kehren zurück, Leistungsträger trumpfen in der Vorbereitung auf. Von Fußballgott Nico Kleber bis Goalgetter Yannick Alber – es wird alle brauchen, denn es werden keine einfachen Spiele, sondern lange Minuten und hundertprozentiger Einsatz, der Woche für Woche abgerufen werden muss. Leicht wird es auf keinen Fall, aber das ist es nie, wenn es um nichts mehr geht als um alles.






