Souverän und hochverdient, wenn auch nicht ganz makellos

Souverän und hochverdient, wenn auch nicht ganz makellos

Souverän und hochverdient, wenn auch nicht ganz makellos

War das ein wilder Ritt – am Ende hat es dann doch recht souverän geklappt mit dem Aufstieg. Als Tabellendritter, hinter dem FC Riefensberg und dem FC Schlins sowie vor dem FC Alberschwende, sind wir einer von vier Aufsteigern in die Eliteliga. So sind wir nach dem Abstieg vor zwei Jahren zurück in Vorarlbergs höchster Amateurklasse. Verpatzter Start, starke Punkteausbeute in der Mitte der Rückrunde und der daraus folgende hochverdiente Aufstieg. Zeit für ein Resümee, so wie jedes Jahr: ganz nüchtern betrachtet und nicht ganz makellos – unser Fazit der Spielzeit 25/26.

Knapp vorbei am großen Traum

Ein kurzer Einschub übers 1b – nach dem Herbstmeistertitel wollte unsere Mannschaft im Frühling den Meistertitel ins Bezeggstadion holen. Leider konnte die Konstanz der Hinrunde nicht gehalten werden, und so patzte man einmal zu viel, was unserer Mannschaft schlussendlich den Titel gekostet hat.

Trotz alledem kann die Mannschaft von Coach Yanick Kleber und Co-Trainer Simon Feuerstein stolz auf die abgelaufene Saison zurückblicken. Man hat den Meister aus Altach zweimal geschlagen, eine junge Mannschaft toll weiterentwickelt und spielt als Vizemeister nun in der kommenden Saison in der 3. Landesklasse.

Drittbeste Offensive, 12 Tore von Gabriel Drissner und 11 Tore von Rene Kleber als beste Torschützen der Mannschaft, zweitbeste Defensive der Liga rund um Abwehrchef und Kapitän Sebastian Erath.

Auch nächstes Jahr will man wieder oben mitspielen, die Qualität dafür ist allemal vorhanden. Auf geht’s, Männer!

Ein Fehlstart und dessen angemessene Reaktion

Als Tabellendritter begann die Rückrunde aus einer vielversprechenden Position. In der Rückserie konnte Tabellenposition drei verteidigt werden, wobei man sagen muss, dass es zu Beginn nicht danach aussah.

Aus den ersten drei Spielen konnte kein einziges gewonnen werden. Man verlor gegen den schlussendlichen Vizemeister Schlins, gegen den Meister aus Riefensberg und den SV Frastanz und startete so mit drei Niederlagen in Folge denkbar schlecht in die Rückrunde. Auf den Katastrophenstart folgten dann sieben ungeschlagene Spiele in Folge, die schlussendlich den Aufstieg in die Eliteliga fixierten. Eingeleitet wurde die Serie durch einen Arbeitssieg gegen den FC Hörbranz, Goldtorschütze per direktem Freistoß war Petros Fink.

Auf den gelungenen Befreiungsschlag folgte in einer ansehnlichen Partie gegen den FC Alberschwende ein 1:1, Siege gegen Sulz, Großwalsertal und Rankweil sowie zwei Remis gegen Fußach und Hittisau. War die Unsicherheit der Mannschaft zu Beginn doch spürbar zu sehen, stabilisierte sich die Elf von Thannen im Laufe der Saison deutlich und konnte mithilfe der Konkurrenz den Aufstieg vor dem 24. Spieltag fixieren.

Trumpf der abgelaufenen Saison war die Defensive. So stellte man mit 29 Gegentreffern die beste Defensive der Liga. Sorgenkind war die Offensive, wo man mit 43 Treffern schlicht und einfach zu selten genetzt hatte. Probleme hatte unsere Mannschaft in der Chancenkreation und auch der Chancenverwertung, was doch ein ewiges Leidthema von uns Andelsbuchern zu sein scheint.

Verletzungslazarett, Altbekanntes und Senkrechtstarter

Die Probleme im Frühling sind auch zum Teil Folgen der Personalsituation. Früh in der Saison brach sich Balthasar Köß das Wadenbein, Bruno Lovisaro kehrte nach Kreuzbandriss erst spät in die Mannschaft zurück und Kapitän Maximilian Meusburger verletzte sich zum Auftakt in die Rückrunde direkt wieder an der Schulter, was ihn erneut mehrere Wochen außer Gefecht setzte. Auch Comebacker Philipp Hörmann hatte in der Rückrunde häufig mit körperlichen Problemen zu kämpfen und verpasste so fast die gesamte Rückrunde. Kurzum – das gesamte zentrale Mittelfeld hatte mit Verletzungsproblemen zu kämpfen, was die Probleme in Chancenkreation und Kreativität durchaus erklären. Erst gegen Mitte der Rückrunde kehrten Maximilian Meusburger und Bruno Lovisaro zurück, wodurch sich die Personalsituation im zentralen Mittelfeld entspannte. Ein weiterer schwerer Ausfall war der Kreuzbandriss von Abwehrchef Evandro Tancini. Ein Ausfall, der kaum kompensiert werden kann.

Unter den zahlreichen Ausfällen haben andere Spieler ihre Chancen genutzt. Zahlreiche junge Spieler konnten ihre nächsten Schritte in ihrer Entwicklung gehen. Das prominenteste Beispiel ist wohl Barnabas Feurstein, der mit seinem Spielwitz und seiner Technik zu überzeugen wusste, oder auch Simon Erath, der immer mehr zu einem wichtigen Bestandteil der ersten Kampfmannschaft heranwächst. Auch Mert Gür konnte in seinen Einsätzen Akzente setzen und mit Rene Kleber und Jonas Schneider debütierten zwei junge Andelsbucher „Buaba“ im „Oas“.

Zu den besten Torschützen der Saison avancierten David Kohler und Yannick Alber, die beide insgesamt achtmal ins Schwarze trafen, dicht gefolgt von Alexsandar Umjenovic und Petros Fink mit jeweils sieben beziehungsweise sechs Buden. Die sehenswertesten Tore waren wohl die direkten Freistoßtreffer von Petros Fink und Rene Vogt, die uns den ein oder anderen Punkt gerettet haben. Gerade David Kohler spielte eine sehr starke Saison und muss wohl zusammen mit Barnabas Feurstein als einer der Gewinner der Saison genannt werden.

Auch muss unsere gesamte Defensivkette genannt werden. Nico Kleber zeigt auch nach über zehn Jahren im „Oas“, was Zweikampfstärke und Führungsstärke bedeutet, Tobias Koch ist gerade nach dem Ausfall von Evandro Tancini in der Rolle als Innenverteidiger voll aufgeblüht, Pius Reumiller hat seine wohl bisher konstanteste Saison als Rechtsverteidiger abgeliefert und Rene Vogt zeigte öfters seine herausragenden fußballerischen Qualitäten und Ruhe am Ball.

Zu guter Letzt unser Torwartduo, bestehend aus Nummer 1 Paul Rhomberg mit einer mal wieder starken Saison und Jonas Schneider, der in seinen ersten drei Einsätzen fehlerlos blieb, einiges parierte und sein großes Potenzial andeuten konnte.

Quintessenz und Zukunftsaussicht

Mit dem Aufstieg hat sich unsere Mannschaft für eine gute Saison belohnt. Trotz alledem müssen mit dem Aufstieg die Schwachstellen der vergangenen Saison angegangen werden. Offensiv muss unsere Mannschaft öfter treffen, wenn man nächstes Jahr in der Eliteliga mitspielen will. Trotz der zahlreichen Ausfälle konnten unsere Offensivspieler einfach zu selten in Szene gesetzt werden. Eine starke Defensive wird auch in der kommenden Saison der Grundbaustein für ein erfolgreiches Jahr sein.

Der Kader für die kommende Saison steht bereits, Leistungsträger konnten gehalten, Hochkaräter ins Bezeggstadion gelotst werden. Wir sind angekommen, wo wir bleiben wollen – in Vorarlbergs höchster Amateurklasse, gekommen, um zu bleiben.

Das war die Saison: hochverdient und doch recht souverän aufgestiegen, wenn auch nicht ganz makellos.

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